Kleine Ermittler auf heißer Spur

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Alsooooo, unsere diesjährige Kinderparty sollte ja furchtbar spannend werden… Natürlich hatte ich 1000 Ideen, aber die manchmal so umzusetzen, dass es für alle Spaß macht ist schon eine Herausforderung. Die Kids sollten ja alle gleichermaßen beteiligt werden.

 

Gut, an Kriminalfällen mangelte es nicht in meinem Kopf… aber welcher ist Kindgerecht? Alles 7 und 8 jährige… Puh…

 

Nun gut. Der Lieblingsteddy von Flo ist ca. 120 cm groß (schon etwas platt gelegen) und heißt Holunderbär 🙂 Er sollte auf Wunsch von Flo auch eine Rolle übernehmen. Also hier der Ablauf unserer Party:

 

  • als die Kids eintrudelten, durfte sich jeder eine eigene Kriminalpolizei-Marke basteln. Dazu diente eine Originalmarke (woher die bloß stammte…) als Vorlage. Die Kids legten ein Stück Papier darüber, mit einem Bleistift rieben sie darüber und hatten eine echte, eigene Marke.

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Dann wurde erstmal das Kuchenbuffet geplündert… Aber eigentlich interessiert das die Kids ja immer nur am Rande. Nach kurzem Futterstop haben wir das erste Spiel gemacht.

 

Die Kinder haben alle ihr Geschenk erstmal nur auf einem Tisch abgelegt. Da ja nicht alle gleichzeitig da sind, wäre ein sofortiges Auspacken zu wuselig und der Schenkende wird nicht gebührend gewürdigt. Also habe ich mir überlegt, das Auspacken mit dem ersten Rätsel zu verbinden.

Für jedes Kind habe ich einen Umschlag genommen, einen der Gästenamen und ein Puzzleteil (ein Tangram) hinein gelegt. Flo bekam den ersten Umschlag, das Kind, dessen Name darin war, durfte als erstes sein Geschenk geben. Flo musste sein Puzzleteil aufbewahren für später. Das gezogene Kind musste den nächsten Umschlag ziehen, damit den nächsten Schenker und erhielt ebenfalls ein Puzzleteil und immer so weiter. So erhielt jedes Kind die Gelegenheit, sein Geschenk in Ruhe zu übergeben und alle teilten die Spannung beim Auspacken.

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Ein Kind hatte eine Zeichnung in seinem Umschlag und es musste das Rätsel gelöst werden.

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Die schlauen Köpfe kamen schnell darauf. Die Puzzleteile gehörten zu einem Tangram. Ein Legespiel, mit dem man ganz viele, verschiedene Motive legen kann. Auch eine Sieben. Passend zum Alter des Geburtstagskindes :-). Die Sieben war der Hinweis auf einen weiteren versteckten Hinweis…

 

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Ich hatte rund um den Tisch verschiedene Zahlen geklebt… natürlich auch einen Stuhl mit der Sieben!!! Unter dem Stuhl fanden sie eine festgeklebte Tupperdose mit einem Schlüssel. Nun musste die passende Tür gefunden werden.

Es war toll mit anzusehen, wie sie während des Puzzles schon anfingen, gemeinsam zu überlegen. Sie funktionierten sofort als Team – habe mich sehr darüber gefreut. Diese Dynamik die Kinder entwickeln, wenn sie einer Spur folgen… GRANDIOS!

Sie kam sehr schnell darauf, dass es der Schlüssel zu Flo’s Zimmer sein könnte und düsten die Treppe nach oben. Es gab keinen Streit, wer denn nun aufschließen dürfe oder so. Wir hatten auf die Treppe noch ein Ermittlerset deponiert. Absperrband und Einweghandschuhe. DENN.. Oberstes Gebot eines Ermittlers ist schließlich:

  • Tatort absperren
  • keine Spuren zerstören
  • Täter festnehmen

Wir erklärten, dass sie auch die Tür ganz vorsichtig öffnen müssten, da man ja als Polizei nie weiß, was einen dahinter erwartet. Der Verbrecher könnte schließlich noch da sein… Die Spannung stieg 🙂

 

 

Vorsichtig die Tür öffnen…

 

 

und weg ist der Holunderbär… Natürlich gab es mehrere Spuren! Fingerabdrücke, eine versteckte Botschaft vom Täter, eine vom Holunderbären… und schließlich – während gerätselt wurde, wie man denn bloß den Bären retten könnte klingelte Silke, unsere Nachbarin.

Sie hatte Flo’s Storio auf der Straße gefunden und dabei einen Mann gesehen, der einen großen Bären unter dem Arm trug. Der ist den Rosenweg entlang gerannt… KOMISCH… Eine versteckte Botschaft auf dem Storio? Ja klaaaaaar! Fotos, vom Holunderbären auf Flo’s Bett und……

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Ein Foto vom Täter!!! Unglaublich! Er flieht über das Dach mit dem Bären! Dann gab es noch ein paar Fotos von Straßen unseres Dorfes… Was mögen die bedeuten? Man beschloss, der Fotospur zu folgen! Die Schnitzeljagd fing an!!

 

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Tatort wurde abgesperrt und auf gehts nach draußen! Zum Glück bei gutem Wetter!!

 

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Alle grübeln gemeinsam, ob die Spur stimmt. Fotografiert hatten wir eine Spur zum Friedhof (uuuuuh… gruselig), ein Straßenschild in Richtung Spielplatz, etc.

Als sie am Spielplatz ankamen versteckte mein Mann eine weitere Spur: Ein Blatt mit Bärentatzen und ein Lottoschein! Kombiniere: nächste Spur des Bären im Lottogeschäft! Sie kamen so schnell darauf – dass ich, die später zu Hause gestartet war um weitere Spuren legen zu können, durch den Ort joggen musste, damit ich noch mitkam. Aber gut – Sport schadet schließlich nicht!

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Unsere sehr nette Dame im Lottogeschäft spielte mit. Wir hatten eine Tüte mit leckeren Lutschern dort gekauft und deponiert mit einem weiteren Hinweis, den die Lottofee gab. Sie habe etwas seltsames am Marktplatz gesehen.

Also, alle zum Markplatz. Dort fragten die Kids wartende an der Bushaltestelle, ob sie einen Bären gesehen hätten 🙂 Vom Marktplatz aus führten meine gemalten Kreidepfeile durch den Ort zum nächsten Spielplatz. Dort war eine Dose versteckt mit einer Botschaft und einem Timer, der ablief.MFG_3467.JPG

Auf der ersten Botschaft stand: Umschlag nicht öffnen, bevor die Zeit abgelaufen ist. Denkt an den Holunderbären!

Es gab eine kleine Nascheinheit und was zu trinken, dann mussten 8 Minuten auf dem Spielplatz überbrückt werden.

 

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ein leichtestes 🙂 Allerdings konnten sie es kaum abwarten. Auf dem Spielplatz waren noch ein paar Goldmünzen versteckt!! Wofür die nun wieder sind!?

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Endlich war es soweit!!! Der Umschlag durfte geöffnet werden. Darin stand, dass der Holunderbär nur gegen eine Familienpizza frei gelassen wird. Pizza musste in 25 Minuten bei uns zu Hause abgeliefert werden. Also mit riesen Schritten auf zu Lilo – dem Weltbesten Pizzabäcker! Auch den hatten wir selbstverständlich eingeweiht!

 

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Ein Highlight, denn sie durften hinter die Theke und gucken, wie er die Pizza macht. Und da kam eine Nachricht vom Entführer mit einem Bild vom Holunderbären auf mein Handy…. (die Gesichter – sind sie nicht fantastisch fasziniert!?)

 

der arme Bär… gefesselt und geknebelt an unserem Tisch! Also Beeilung und den Bären befreien. Zu Hause lösten wir das Rätsel auf, damit keiner mit Angst nach Hause fuhr. Sie waren komplett in die Geschichte abgetaucht!

Holunderbär gerettet, Pizza selber gegessen!

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Schön war’s! Und mein Mann und ich haben festgestellt, das unser Sohn tolle Freunde hat, mit denen es Spaß macht zu feiern! Bis zum nächsten Jahr!!!! (oh man… was machen wir denn dann??? Mal einfach nur Kuchen essen???)

 

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3 Kommentare

  1. Da hast du Dir ja was SUPERGENIALES ausgedacht liebe Marion! So etwas aufwendiges und einfallsreiches habe ich noch nie gesehen, einfach toll, beide Daumen hoch!!! Toppen kann man das nicht mehr, aber Dir fällt nächstes Jahr mit Sicherheit doch wieder vergleichbares ein 🙂
    Ganz liebe Grüße sendet Dir
    Sarah

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